Erstellen eines Video-Clips
In 5 Schritten zum fertigen Video
1. Erfassen des Materials
Die Bearbeitung beginnt mit dem Erfassen des Materials. Dabei müssen sowohl die bewegten Bilder als auch digitalisierte Fotos, Audios und sonstigen Quellen in das Format gewandelt werden, das von der jeweiligen Software, mit der die weitere Bearbeitung erfolgen soll, akzeptiert wird.
Deshalb müssen die einzelnen Programme aufeinander abgestimmt sein, damit es nicht zu Konflikten kommt. So kann es durchaus passieren, dass in dem ausgesuchten Programm MP3-Dateien nicht verarbeitet werden können und deshalb in WAV-Dateien umgewandelt werden müssen. Und auch dabei werden manchmal nur 48 kHz (z. B. bei MPEG2 für DVD) und nicht die 44,1 kHz, wie bei VHS üblich, als Frequenz anerkannt. Ebenso kann es erforderlich sein, digitalisierte Fotos zu konvertieren, und zwar in das „richtige“ Dateiformat (z. B. vom JPEG- in das BMP-Format) und in die richtige Größe (z. B. 720 × 576 Pixel für die 4:3-TV-Wiedergabe).
2. Schneiden der Clips
Bei dem Videoschnitt werden Szenen und Abschnitte einfach entfernt, in der Länge verändert, kopiert oder in der Reihenfolge neu zusammengestellt. Hierzu gehört auch das Einfügen von Fotos, Grafiken und Texten sowie das Schneiden von Musik. Dies geschieht zwar meist erst nach Fertigstellung der Bilder. Bei Musikvideos ist dies aber umgekehrt: Erst die Musik schneiden, dann die Bilder einfügen.
3. Bearbeiten der Videoszenen
Die Entwicklung der Software ermöglicht es heute auch dem Hobbyfilmer immer mehr, die einzelnen Bilder bzw. Szenen zu verändern. Dies dient einmal dazu, Fehler bei der Aufnahme zu korrigieren, und zum anderen, Effekte hinzuzufügen. Hierzu gehören insbesondere folgende Veränderungen:
- Größe (Ausschnitt, Drehung, Position)
- Farbe (Art und Intensität – bis hin zum Schwarz-Weiß-Film –, Weißabgleich)
- Helligkeit
- Schärfe
- Geschwindigkeit (schneller, langsamer, rückwärts)
- Spiegelung (waagerecht und senkrecht)
- Szenen bearbeiten
Auch das Zusammenführen mehrerer Szenen zu einer neuen ist heute kein Problem mehr, also z. B.
- Vor einem Film, Bild oder neutralem Hintergrund andere Szenen oder Fotos einspielen (Bild im Bild, Split Screen).
- Mehrere Szenen zu einer neuen – fiktiven – zusammenführen (z. B. mehrere Explosionen eines Feuerwerks zusammenfassen, Bluebox).
- Erstellen von Spezialeffekten (Visual Effects).
Auch ist es heute möglich, auf einem digitalen Foto zu „wandern“, so dass der Eindruck einer Filmaufnahme entsteht. Entsprechendes gilt für das Hinein- und Hinauszoomen.
Videos lassen sich mit Textinhalten, wie z. B. Überschriften zur Einleitung eines Filmes (Vorspann) oder zum Schluss zur Aufzählung von Beteiligten (Abspann) einbinden, wobei es zahlreiche Effekte gibt, wie farbige Schrift, Relief, Schriftarten etc.
Weiterhin lassen sich mit den Programmen Übergänge oder Überblendungen einbringen, um neue Szenen und Partien aufzulockern oder Ortsveränderungen anzuzeigen.
4. Tonbearbeitung
Mit Videobearbeitungs-Programmen lässt sich auch der Ton verändern: Hinzufügen von Musiktiteln oder anderen Tönen, wie Lärm, Klatschen, Echo, etc. dienen dazu, bestimmte Stimmungen zu erzeugen, und können zur Untermalung von Videos benutzt werden. Außerdem kann die Lautstärke angepasst und mit dem gesprochenen Kommentar abgestimmt werden.
Auf das Schneiden soll nochmals hingewiesen werden, da es auch Software gibt, mit der man die Länge des Musikstücks an die der Videoszenen anpassen kann (beschleunigen oder verlangsamen, ohne dass man es hört).
5. Ausgabe des fertigen Films
Das fertig bearbeitete Video lässt sich in einem beliebigen Videoformat speichern. Dabei haben einige Programme auch spezielle Funktionen für DVD-Authoring.